Männliche Models

Männliche Models: Kapriziös oder Souverän?

Wer auch nur sporadisch die Werbeszene verfolgt, weiß, dass es nicht nur weibliche Models gibt, die ihr Gesicht oder sich ganz und gar für Foto- oder Filmaufnahmen zur Verfügung stellen. Auch unter Männern existiert eine Modelszene mit den gleichen Ansprüchen an ihre Figur, ihre Schönheit und ihre Außergewöhnlichkeit. Männliche Models müssen schlank sein und bleiben, auf eine schöne Haut achten und eine moderne Frisur tragen. Gleichfalls sind sie allen Bedingungen des harten Model Business unterlegen und müssen dafür einiges in Kauf nehmen. Auch männliche Models werden nach Sedcards ausgewählt oder gecastet, können nicht leben, wenn sie keine Aufträge annehmen. Einen Auftrag anzunehmen bedeutet auch, frühmorgens oder bis spät in die Nacht am Set zu sein, dort immer wieder die Anweisungen von Regisseuren bei Filmaufnahmen oder der Fotografen bei Fotoshootings hinzunehmen und sich danach zu richten. Ob ihnen die Kleidung gefällt, die sie zur Schau stellen, darf keine Rolle spielen, ebenso müssen sich männliche Models mit Schmuck, Schminke und jeglicher Aussage, für die sie Gesicht oder Körper vermarkten, auch identifizieren. An sich besteht also kein wesentlicher Unterschied zwischen der männlichen und der weiblichen Modelszene.

Männliche Models am Set

Es ist nicht gerade „typisch Mann“, an einem Foto- oder Filmset von Visagisten und Hairstylisten zurecht gemacht zu werden. Im Gegenteil: Der Mann hält in der Regel wenig von Make-up, gestylten und flippigen Frisuren oder Kleidung, die nicht der Norm entspricht. Doch auch solche Aufgaben gehören zur Arbeit, die männliche Models gegen Gage erledigen müssen. Die Kollegen aus der Modelbranche werden von den Sportschau-Fanatikern mit Bierbauch-Ansatz deswegen nicht selten etwas belächelt. Generell gilt sogar manchmal der Verdacht, ein Mann müsse homosexuell sein, um dieser Arbeit nachgehen zu können. Dieses Gerücht widerlegen aber jene männlichen Models, die in ganz normalen Beziehungen leben – soweit dies der Beruf, der ab einem gewissen Bekanntheitsgrad auch einmal in einer Woche quer über die ganze Welt führen kann, eben zulässt.

Männermodels am Set haben wohl zu einem gleichen Anteil ihre Kapriolen, wie ihre weiblichen Kolleginnen – einmal mehr und einmal weniger, einmal drastisch, einmal kaum merklich. Nur gut gebuchte männliche Models werden sich dieses kapriziöse Auftreten leisten können – ihre Beliebtheit steht dann im Vordergrund. Wie auch bei den Frauen aus der Modelszene verzeiht der Bekanntheitsgrad dann vieles, was Kollegen und Fotografen, Hairstylisten und Visagisten „mitmachen“ müssen.

Frauenschwarm oder Kumpeltyp?

Männliche Models müssen in ihrer Arbeit ebenso wandelbar sein, wie ihre Kolleginnen. Der eine Auftrag erfordert eine nackte Brust, spielende Muskeln und einen markanten Gesichtsausdruck – stilvoll in einer Kulisse mit Sonnenuntergang am Strand fotografiert. Im nächsten Spot, vielleicht Tausende Kilometer entfernt gefilmt, ist das Set ein Garten hinter dem Einfamilienhaus, der Inhalt ist die Werbung für einen Grill, für Werkzeug aus dem Baumarkt – hier ist dann eher der Typ Familienvater gefragt.  In wieder einer anderen Pose sieht man männliche Models dann als Studenten, die für Computer-Werbung gebucht wurden. Nicht alle Models arbeiten nur auf Laufstegen, um Mode zu präsentieren – das gesamte Berufsfeld besteht aus verschiedenen Jobs, in denen stets eines besonders wichtig ist: Der Konsument, also der Betrachter der Fotos, der Zuschauer vor dem Werbespot oder der Besucher am Laufsteg muss glauben, das Model identifiziert sich mit der Aussage beziehungsweise dem Produkt, das er verkörpert.

Männliche Models brauchen ein makelloses Äußeres

Weiße, gerade Zähne, ein markanter Gesichtszug und eine tadellose Haut, natürlich neben einem durchtrainierten Körper: Das sind die Voraussetzungen für ein Leben, das männliche Models führen. Es gibt eher die schmaleren Typen und jene, die besonders muskulös sind – dazwischen existieren weitere „Kategorien“ – selbst der blasse und unscheinbare Typ ist manchmal gefragt. Ein großer Teil des Lebens aller Models – beider Geschlechter – besteht darin, auf Ernährung zu achten, Sport zu betreiben und den Körper zu pflegen. Das bedeutet, in unterschiedlichem Maße auf körperliche Fitness zu achten, aber auch regelmäßige Hautpflege, Besuche beim Friseur und so fort. Dass sich männliche Models für ihre Arbeit auf dem Laufsteg, vor der Fotolinse oder Filmkamera auch einmal schminken lassen müssen, ist nun einmal Teil ihres Berufs.

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